Der Trugschluss der minutiösen Planung

Hand aufs Herz: Wer hat schon mal eine minutiöse Projektplanung erstellt, die über Wochen oder Monate hinweg exakt eingehalten wurde? Kaum jemand. Und warum? Weil die Vorstellung, dass wir Kreativprojekte, Softwareentwicklung oder komplexe Beratungsleistungen in starre Timeslots pressen können, ein Relikt aus einer anderen Zeit ist – und in den allermeisten Situationen mehr Schaden als Nutzen anrichtet.
‼️ Kreativarbeit ist keine Fließbandproduktion
» Der nächste Schritt ist oft eine Reaktion
In Agenturen, bei Softwareentwicklern oder Architekten basiert der nächste sinnvolle Schritt auf dem Ergebnis des vorherigen. Wir können die Zukunft nicht exakt prognostizieren, weil wir nicht wissen, welche Erkenntnisse, Feedbackrunden oder unvorhergesehenen Herausforderungen der aktuelle Schritt mit sich bringt.
» Ständige Veränderung ist die Norm
Kundenwünsche ändern sich, Märkte entwickeln sich weiter, neue Technologien tauchen auf. Projekte sind lebende Organismen, keine statischen Baupläne.
» Der Unterschied zu Reifenwechslern oder Friseuren
Mit allem Respekt vor diesen wichtigen Handwerken – ihre Prozesse sind standardisiert und repetitiv. Unsere Arbeit ist jedoch oft explorativ, kreativ und hochgradig adaptiv. Jeder Kundenwunsch, jedes Feature, jedes Design ist ein Unikat.
‼️ Warum starre Planung schädlich ist
» Hemmt Innovation
Wenn jeder Schritt vorgegeben ist, bleibt kein Raum für kreative Anpassungen oder bessere Ideen, die sich im Prozess ergeben.
» Führt zu Frustration
Das Team kämpft gegen einen Plan, der von Anfang an zum Scheitern verurteilt ist, anstatt sich auf die eigentliche Arbeit zu konzentrieren.
» Schafft "Fake-Progress"
Man hält sich an den Plan, obwohl die Realität längst eine andere ist, nur um die Vorgaben zu erfüllen. Wert wird dabei nicht geschaffen.
‼️ Was ist die Lösung? Flexible, dezentrale Planung mit Ownership!
» Agilität als Grundprinzip
Wir brauchen Pläne, die atmen können. Grobe Richtungen und kurzfristige, detaillierte Schritte, die sich an der aktuellen Realität orientieren.
» Planung durch das Team
Niemand weiß besser, wie lange eine Aufgabe dauert oder welche Abhängigkeiten bestehen, als das Teammitglied, das sie ausführt. Die Planung muss von unten nach oben erfolgen, nicht umgekehrt.
» Fokus auf Ergebnisse, nicht auf Zeiten
Statt minutiöser Stundenplanung zählt der gelieferte Wert und das erreichte Zwischenziel.
Wir müssen aufhören, kreative Köpfe in starre Zeitabschnitte zu zwängen, die deren Arbeitsweise nicht gerecht werden. Lasst uns den Teams die Freiheit und das Vertrauen geben, ihre Planung eigenverantwortlich und flexibel zu gestalten. Das ist der Weg zu echtem Fortschritt und nachhaltigem Erfolg.
Mit Owly kannst du in deinem Team so arbeiten, um dieser Dynamik gerecht zu werden! Du kannst jederzeit loslegen.